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"Eine Million Likes" ein Beitrag von kwerfeldein und meine Gedanken dazu

Vor ein paar Tagen, bin ich auf diesen Eintrag bei Facebook gestoßen. Der Autor Martin Grommel schreibt über seine Bessessenheit, möglichst viele "Likes" auf seine Fotos zu bekommen und über den Neid gegenüber anderen Fotografen. Lest den Beitrag. Es lohnt sich.

Als ich ihn gelesen habe, fühlte ich mich erleichtert, anscheinend nicht die einzige zu sein, die so drauf ist. Dieser Text hat mich wirkich bewusst darüber nachdenken lassen, wie es mir mit der Fotografie in letzter Zeit so ergeht. Und eigentlich quäle ich mich nur noch.
Ich muss so eine Art Geständnis machen. Ich hatte doch ein Kleingewerbe angemeldet. Und das noch mega stolz berichtet. Machen wir's kurz: ich hab's wieder abgemeldet. Ich schäme mich dafür ein bisschen, aber möchte auch einfach ehrlich sein. Nachdem ich diesen Schritt gewagt habe, bekam ich Post mit der ich gar nicht gerechnet hatte - ich hab mich vorher einfach nicht genug informiert. Und das alles konnte ich finanziell noch gar nicht auf mich nehmen. Oh Gott, mir war richtig schlecht als ich das alles gelesen habe. Ich hatte keine Ahnung, was ich da mache und hab den Schritt trotzdem gemacht. Ich fühl mich richtig dämlich. Aber für das nächste Mal - wenn es dann doch irgendwann mal so sein soll - dann weiß ich, was dazu gehört und dass ich mich vorher auf jeden Fall über alle Möglichkeiten erkundige.

Ja, und der Grund, wieso ich das überhaupt gemacht habe, ist, dass ich letzter Zeit voll so drauf bin, wie der Autor des Textes da oben. Ich sehe auf Facebook und Blog ständig Beiträge und Fotos von Fotografen, die es einfach draufhaben und schon eine Menge Erfolg haben. Ich sehe, was sie erreichen und schon erreicht haben und bin so unfassbar grauenhaft neidisch. Ich will das alles auch und das macht mich krank.
Ich muss schnell was ändern, sonst hab ich bald wirklich keinen Spaß mehr an der Fotografie und gebe es wohlmöglich noch ganz auf.

Und irgendwann, ich weiß nicht mehr genau wann, machte es wortwörtlichklick. Ich schaute auf die letzten Monate zurück und entschied mich ganz bewusst gegen die Fotografie, wie ich sie bis dahin kannte. Und erfand meine eigene Version davon.
Ich stellte meine eigenen Regeln auf. Und die hießen ungefähr so:
1. Jedes Foto, das besser als völlige Scheiße ist, ist gut.
2. Ich fotografiere, was ich will und wie ich es will.
3. Ich ignoriere in den kommenden Monaten jede Meinung zu meinen Bildern. Auch die Lobhudeleien.
4. Wenn meine Fotos nicht gemocht werden, ist das nicht mein Problem.
5. Disziplin my ass.
6. Perfektion my ass.
7. Likes
8. My
9. Ass.
10. Ich glaube niemandem, der mir ungefragt meine Fotos „zerreißt“.
Für mich war erst einmal wichtig, zu klären, was ich nicht will. Um später eine Grundlage für das zu schaffen, was ich will.
So schrieb es Martin.
Ich weiß nicht, ob es in diesem Zusammenhang so gut ist, das Projekt noch weiter zu machen, weil es mich zwingt jeden Tag ein Foto zu machen, auch wenn ich mal nicht will. Ich will fotografieren WANN ich möche, wenn ich einfach richtig Bock hab. ABER ich möchte das Projekt nicht beenden. Ich würde mich hassen, wenn ich es täte. Ich will es partout nicht unterbrechen, also werde ich das auch nicht tun. Aber was den Rest angeht: Ich mache alles ohne Zwang. Wenn ich Ideen habe, schreib ich sie auf und setze sie um, wenn mich die Lust dazu überkommt. Die ach-so-geilen-alles-drauf-habenden Fotografen verbanne ich größenteils aus meinem Lesefeld. Ich befasse mich mehr mit Fotografen, die das ganze wirklich nur als Hobby machen, einfach aus Lust und Laune. Versuche, näheren Kontakt aufzunehmen, mich auszutauschen.

Ganz normal. Ohne Zwang. Einfach für simple Tipps und wie man sich gerade so fühlt mit dem Fotografieren.

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